Verfasst von: caminopilger | 1. Juni 2016

Schlammschlachten um Metz Tag 4 31.05.2016 Kédange-sur-Canner – Metz 35 km (Kurz-Camino von Trier nach Nancy)

Da lieg ich spät am Abend im stierblutrot angestrichenen Bett der Jugendherberge zu Metz und bin vielleicht eine Spur weit zu müde um ausgesprochen Unterhaltsames noch zu schreiben. Ein paar Zeilen sollten es aber dennoch sein… . 

Die heutigen 35 Kilometer im französischen Moselgebiet hatten es in sich. Das Streckenprofil oder eine untaugliche Pilgervorbereitung waren dafür kein Gründe. Vielmehr hatten die Kräfte der Natur  in der Beotanik eindrucksvolle Spuren hinterlassen. Land unter Volume 2 könnte man meinen, aber weit gefehlt, die Wassermengen „von oben“ hielten sich heute glücklicherweise in Grenzen. Die Dauerniederschläge der Vortage hatten allerdings Felder, Äcker und Wälder in wahre Schlammlandschaften verwandelt! Ohne Stöcke wäre hier in Frankreichs Osten überhaupt kein Halt mehr gewesen. Ich kann mich an keinen Tag in all den Jahren auf dem Camino de Santiago erinnern, an dem ich nur ansatzweise soviel „Schlick“ zu bekämpfen hatte. Erfreulicherweise hatte ich dafür heute meine ersten Pilgerkontakte auf dem Weg. Heike und Klaus aus Hamm begleiteten mich am späten Morgen ein Stück auf meinem Weg nach Metz. Zur Hälfte der Strecke war allerdings dieses Pilgerkennenlernen leider vorerst auch schon wieder beendet. Für die beiden Pilger-Novizen war das Tageswerk in Vigy schon getan. Ich hingegen kämpfte mich fortan allein durch den Camino-Marsch-Dschungel. Unter dem Strich bin ich heilfroh keine Pirourette in den Schlammmengen gedreht zu haben und spät aber gesund in Metz angekommen zu sein. Für ne ausgiebige Stadtbesichtigung reichte das Tageslicht nicht mehr. Das was ich von Metz allerdings schon gesehen habe, hat mich begeistert. Im Restaurant Le Bon Samaritain habe ich mich ausgiebig kulinarisch verwöhnen lassen. 
Eins können die Franzosen, da kann MANN sagen was MANN will, und das ist sicherlich das Kochen. Bon appétit aus Metz.

Der Caminopilger
Die Fotos des Tages:





















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Responses

  1. Imposante Bilder von der Kathedrale….und die Wege die nur aus Pfützen bestehen erinnern mich an den Norte…vor paar Jahren – halte durch Schatz…hope the sun is shining for you today kisses

  2. Beeindruckend der Schlamm und die Pfützen. Wenn ich an die Vortage denke und meine „Mitropaduschhaube“ und weiterer Ausrüstung wie bei unserer gemeinsamen Tour, hätte ich wohl hier ein Fiasko erlebt. Dann wär‘ ich wohl besser in der Destille geblieben :). Wie oben schon gesagt, am Abend tolle Bilder. Das hätte mich wieder interessiert!
    Ich drücke die Daumen für bessere Bedingungen die nächsten Tage!


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