Verfasst von: caminopilger | 17. Juni 2013

Schneckenrennen nach Santiago de Compostela

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Hola! Die Wehleidigkeit ist zurückgekehrt auf den Camino de Santiago. Sitze im blutorangefarbenen 70erJahre Wohnzimmersessel in der Albergue de Peregrinos CALDAS de REIS, linkes Bein hochgelagert, das lässt nix Gutes vermuten…. . Gestern war es der rechte Fuß, heute eben das linke Bein. Warum auch immer, aber so etwas habe ich in der Endphase meiner Caminos wiederholt erlebt. Edeltannenzapfenöl und Arnikatinktur via Salbenverband auf die sich meldenden Muskeln und Sehnen und morgen geht es weiter…. . 42 Kilometer vor Santiago steigt MANN nicht aus, da geht man lieber auf dem Zahnfleisch! Forough hingegen ist topfit! Heinz und Kate sind uns in der Albergue in Padrón „schlappe“ 18 km voraus. Ihre im „Camino-Sand“ vor CALDAS de REIS verewigte Grußbotschaft (Heiner, walk on!) erfreute mein Pilgerherz. Via iMessage „meldete“ Heinz, dass Kate ebenfalls auf die Zähne beissen muss. So ist er eben der CAMINO, unberechenbar und einzigartig.
Nebenbei bemerkt, so langsam geht mir die Lust auf das Fotografieren aus.
Lichte derzeit Meer Tiere als Menschen ab. Auch hier ist es „like always“ auf dem Jakobsweg. Die Suche nach dem nächsten schönen „Pilgermotiv“ wird verdrängt durch den absoluten Willen Santiago de Compostela näher zu kommen bzw. das Pilgerziel in letzter Konsequenz auch zu erreichen. Auch Gespräche mit anderen Pilgern werden seltener und kürzer. MANN läuft mit einem gewissen Tunnelblick durch die Botanik.
Habe mir viel Meer Gedanken um die Fortsetzung meiner „Pilger-Karriere“ gemacht und entschieden, dass nach dem Camino Francés, Camino Finisterre, Camino del Norte, Camino Primitivo und nun dem Camino Portugués, beim nächsten Jakobsweg irgendwas anderes sein sollte. Santiago de Compostela sollte nicht als ewiges Ziel für meine Pilgerwege herhalten müssen. Spontan kam mir heute Morgen folgender Gedanke in den Sinn. Ich möchte „in den nächsten Jahren“ fernab von Santiago einen längeren Jakobsweg laufen dürfen. Was liegt da näher als an die polnische Bałtyk (Ostsee) zu fahren und den polnischen Jakobsweg bis zur deutschen Grenze nach Görlitz zu laufen…. Okay muss mich jetzt erst einmal ein wenig bremsen. Zunächst heißt es die nächsten zwei Tage zu einem guten Abschluss zu bringen und dann kann MANN über alles mit Lidka sprechen. 😉

Bon Camino aus Galicia
Der humpelnde Caminopilger

Fotobeweise des kulinarischen Höhepunktes des heutigen Tages in der Cafeteria Termas, Caldas de Reis, Merluza a la plancha (es war so göttlich gut!)

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Die übrigen Fotos des Tages:

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PS: Dies ist der Pilgerstock eines Mitpilgers in der Herberge. Totenschädel eines Vierbeiners befestigt an einem Stück Wanderholz. Crazy!

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Responses

  1. Wie du es immer wieder bewerkstelligst die Menschen in ihren Arbeitsbereichen zu fotografieren und sie dann in der Regel auch noch für eine tolle Aufnahme posten. Einfach bewundernswert.

    • 🙂

    • Den Mädels im „Cafe“ habe ich vom Blogg erzählt. Da waren sie ganz stolz und wollten sich im Internet sehen. Die dritte Dame (Merluza die Zweite) kam auf eigenen Wunsch mit dem Fisch in der Hand zu mir und wollte unbedingt auch in den Blogg.
      Gruß Heiner
      auf die Zähne beißend nunmehr 37 km zum Ziel ….

      • Wenn die Mädels dann heute noch einmal in den Blogg schauen … um zu gucken, ob sie immer noch drin sind 🙂 ….. dann möchte ich sie hiermit ganz herzlich grüßen!!

        Kannste das mal für mich auf Portugiesisch übersetzen?

      • Gerne 😉 Berti
        Quando as meninas hoje, então olhar novamente para o Blogg … olhar para saber se eles ainda estão lá ….. Tenho a honra de saudar cordialmente

  2. Hallo Heiner,

    ich wußte immer, du bis ein Philosoph! Wir wünschen dir auf deinen letzten Metern eine gut Zeit und wenig Schmerzen.

    • Lieber Krefelder!
      Ein Lob aus berufenem und belesenem Munde schmeichelt dem Blogger sehr.
      DANKE
      Bis hoffentlich bald.
      Gruß
      Heiner


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