Verfasst von: caminopilger | 20. Juni 2010

Sidreria La Ballera

Domingo, 20.06.2010
Auch auf die Gefahr hin Euch da draussen zu nerven sehe ich mich heute „genötigt“, einen weiteren ausserordentlichen Blogeintrag ins world wide web zu stellen…
Bei meiner nachmittäglichen Suche nach einem WM-tauglichen Fernseher bin ich in einer Nebenstraße in der Sidreria „La Ballera“ gelandet, da dort auf zwei riesigen Displays italienische und neuseeländische Sportler ballerten.
Beim Betreten des Lokales stieg ein zuhöchst säuerlicher Geruch in mein feines Näschen. Daneben wunderte ich mich, dass der Boden, mit Verlaub Herr Wirt, schmutzig und klatschnass war. Die Gäste der Sidreria hatten alle! unzählige grüne Flaschen auf den Tischen und die Kellner schütteten in urkomischer Weise mit ausgestrecktem gebogenem Arm über den Kopf das Nass in riesige Plastikbecher ohne, das nicht immer! ein Teil des Getränkes auf Boden, Schuhen oder auch Klamotten der Gäste landete.

Ich war in einer Apfelwein-/Mostbude gelandet und wusste vorher wirklich nicht all zu viel von dem außergewöhnlichen Szenario, das sich an solchen Stätten abspielt.

Mir gefiel das Ganze und ich blieb, wurde mit einem Torerfolg der Neuseeländer gegen Italien und einem fantastischen Essen belohnt. Ensalada Mixta

und riesige Gambas

bis zum Abwinken.
Ich hatte nach dem Essen die geschundenen Füße mit Sidra Natural (Alkoholgehalt: 6,0 %) einbalsamiert, die Italiener sich gegen Neuseeland blamiert und draußen feierten zwei Chickas den heutigen Sieg Paraguays bei der WM.

Hier ist was los in Nordspanien!
Hola aus Villaviciosa
DC

Zitat aus meinem Reiseführer:
La Sidra: Der Apfelmost, dessen Ursprung bis auf die alten Ägypter und Griechen zurückgeht, wird an der Nordküste Spaniens besonders gerne getrunken. Traditionell wird er hier jedoch in einer ganz besonderen Weise eingeschenkt: in einem weiten Bogen gießt man das kühle Nass von der Flasche über den Kopf in das Glas. Vor Ort spricht man von „escandier“. Zweck der Übung ist es, beim Einschenken möglichst viel Sauerstoff in den Apfelmost zu bringen, um so dessen Geschmack zu verbessern.

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