Verfasst von: caminopilger | 10. Juni 2010

Endstation Mogro

13. Tag 10.06.2010
11:11 Uhr Mogro,

irgendwo in Nordspanien. Ich entscheide innerhalb weniger Sekunden, dass mein erster Teil des Caminos 2010 genau hier zu Ende geht. Einsetzender Dauerregen, Schafskälte und eine neben der Bar liegende lokale „Feve“ Bahnstation erleichtern mir die Entscheidung trockenen Fußes nach Santander zurückzukehren.
Die Verabschiedung von Regula, Daniel, Miguel (habe ihn in den letzten Tagen wieder eingeholt) und Rigo war kurz aber herzlich. Rigo überlegte für Minuten, ob er mir später am Abend zum Flughafen folgen soll um vorzeitig einen neuen Lebensabschnitt einzuläuten. Habe ihn davon überzeugen können, dass er seinen Weg hier noch nicht zu Ende gegangen ist und die Veränderungen in seinem Leben noch ein paar Tage auf seine Rückkehr warten koennen.
Unabhängig von Rigos Geschichte sammelt sich bei so manchem Menschen im Laufe des Lebens so EINIGES an und dann landest du früher oder später mit „Schwergewichtigem“ auf dem Camino… . Jede Geschichte ist individuell anders bestückt und dennoch tut es gut sich auszutauschen. Rigo bleibt für heute auf dem Camino und das ist gut so! Er wird mich via SMS über seinen weiteren Weg auf dem laufenden halten und wer weiß denn schon, ob wir uns auf unseren Wegen bis Santiago NICht doch noch einmal wiedersehen. Genießen kann man dies hier alles wenn man seinen Weg gefunden hat. Für meinen Teil moechte ich sagen duerfen, dass ich ihn nach fast 2 Jahren gefunden habe. Zeit spielt fuer die Pilger auf dem Camino del Norte nicht wirklich eine Rolle wenn man 840 km in den Stiefeln verbringt. Wie anders ist es zu erklären, dass ich erst beim Einsteigen in die Bimmelbahn bemerkt habe, dass ich meine Ge(h)hilfen an der Bar hab stehen lassen. Dann sitze ich eben noch ein Stündchen an der Bar und lausche den wohltuenden Klängen von Coldplay und U2. Der Inhaber der kleinen Bar ist in Personalunion Koch, Kellner und hat einen ausgezeichneten Musikgeschmack

Pride in the name of LOVE aus
Mogro, das ihr da draußen irgendwann einmal live und in Farbe sehen solltet.

DC,
der sich ab jetzt freudig auf die Ankunft seiner Partnerin vorbereitet. Schließlich müssen auch die Socken auf dem Camino mal gewaschen sein, wenn Mann Besuch bekommt.
Muss mich jetzt zum zweigleisigen Bahnsteig sputen, damit ich nicht zur „Number One at the end of the bar“ mutiere…..

Spruch des Tages für alle wetterfühligen Pilger:

„Ewiger Sonnenschein schafft eine Wüste.“

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