Verfasst von: caminopilger | 28. Mai 2009

Rucksack Touristen in Santiago de Compostela

Welch eigenartiges Gefuehl. Noch nix geleistet und schon am Ziel vieler Pigertraeume in Santiago de Compostela angekommen. Ryanair machts moeglich und so schlenderten wir heute morgen bereits um 10:00 Uhr auf dem farbenpraechtigen Markt in der Altstadt von Santiago. Wir, das sind immer noch Jesus&me, da unser Navigator Carsten ja bekanntermassen spaeter am Abend eintrudelt. Konnte mich auf dem Markt naturgemaess schlecht zurueckhalten und habe 1/2 kg Kirschen, zuckersuesse grosse Nektarinen und roten Paprika zum Ausgleich des gestrigen Tages in das Einkaufskoerbchen gehieft. Hoert sich alles fuerchterlich nach miefigem Tourismus oder freundlicher ausgedrueckt, normalem Urlaubsleben an. Moechte, dass der Schweiss morgen bei 30 Grad rinnt und wir unsere Allerwertesten ueber die Piste schleppen. Der heutige Tag hat noch rein gar nichts mit dem Pilgern zu tuen. Schaun mer mal, ob es morgen Abend interessanteres zu berichten gibt ….. . Morgen wartet eine erste Tagesetappe in Richtung Finisterre ueber 30 km auf die heiligen Drei Koenige. Blasen, oder keine Blasen, so lautet die morgige Gretchen-Frage!

Nachtrag 17:00 Uhr:
Santiago kocht ueber! Die Temperaturen steigen zum spaeten Nachmittag bestaendig an. Habe bereits zum 2ten Mal mit LSF50 nachgeoelt damit mir die Pelle nicht schon am ersten Tag verbrennt. Ansonsten gefaellt mir das Warten nicht all zu gut. Jesus liegt wie ein Murmeltier in der Hasengrube und haelt seit Stunden den Schlaf des Gerechten. Ich kann das nicht. Sind das die Nachwehen der letzten gemeinsamen Nacht im

Blue Shell?

Frage mich in der Tat, wer 1977 und wer 1964 geboren wurde 🙂

Manche Menschen behaupten, dass ich mir mitunter zu viele Gedanken mache und ja gewiss die Zeit der Untaetigkeit bewegt meine Gehirnstroeme. Fragen meines Sohnes via elektronischer Nachricht nach dem Passwort unserer FritzBox fuehren mich fuer Minuten wieder in die Heimat. Ich laufe im Schatten der Kathedrale umher, geniesse das Flair, die bekannten Gesichter der huebschen Spanierinnen in den Cafes 😉 und erfreue mich an der Freude der Pilger die heute ihren Weg beendet haben. Ein klein wenig ist das schon wie nach Hause kommen. Man hat diese Stadt und den Charme der Menschen als Caminopilger liebgewonnen. Dennoch wird es Zeit, dass wir aufbrechen. Aufbrechen zu neuen Ufern, die meine Fussabdruecke noch nicht gesehen haben. Soeben erhalte ich vom Flughafen eine SMS Carsten ist gelandet, schoen nun werden wir in wenigen Minuten wieder vereint sein und unser Navigator seinen Zeitplan der diesjaehrigen Pilgerreise vorstellen koennen. Ich schreibe Tobias in aller Kuerze wie er sein neues MacBook ins WLAN integriert und konzentriere mich jetzt wieder auf meinen Weg, der heute und sicherlich auch kuenftig nicht immer eben sein wird.

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Downloadmoeglichkeit der Fotos in Originalgroesse ueber das Anklicken in der Gallerie:

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